Bahnblog 018, Mit der BahnCard 100 von Berlin zum Nationalpark Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge

Bild: S-Bahnhof Schmilka Hirschmühle

S-Bahnhof und Elbfähre Schmilka Hirschmühle

Übers Wochenende mit der Bahn von Berlin über Dresden nach Bad Schandau zum Nationalpark Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge. Mit der BahnCard 100 fahren Erwachsene für 350€ im Monat auf allen Strecken der Deutschen Bahn und in etwa 140 Verbundnetzen des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs inklusive Fähren und Schiffen. Ich berichte hier regelmäßig über die Erfahrungen mit der Bahncard 100 und den Fahrten mit der Deutschen Bundesbahn. Diesmal über die Strecke mit dem EC von Berlin nach Bad Schandau und mit der S-Bahn zur Elbfähre Schmilka-Hirschmühle.
Der EC lässt in Berlin einen ICE aus Hamburg der schon Verspätung hat ins Untergeschoss des Berliner Hbfs einfahren. Das führt zu einer verspäteten Abfahrt von 20 Minuten. Die Verspätung wird über Lautsprecher und Iphone-App 3 Minuten vor der planmäßige Abfahrt bekannt gegeben.

Der Zug sollte Berlin am Freitagnachmittag um 16:36 mit vielen Soldaten, Studenten und anderen Pendlern verlassen. Um 16:50 geht´s los. Viele werden ihre Anschlusszüge nicht mehr bekommen. Der Zug ist so voll, dass auch alle herunterklappbaren Sitze im Gang voll besetzt sind. Die Klimaanlage arbeitet. Der Zug hält nur ein Mal in Berlin Südkreuz und fährt dann durch. Ich sitze mit zwei anderen Männern gespannt in einem Mutter-Kind-Abteil. Es kommen zwei Frauen mit je einem Kind – Sie setzen sich zu viert auf die drei Sitze uns gegenüber. Über uns verstauen wir 3  Rucksäcke, 2 Koffer und einen zusammengeklappten Kinderwagen, der Rest steht unter den Kniekehlen.. Die Oberschenkel werden zur Spielwiese für die beiden 3 Jährigen.

Da ich zum Wandern fahre und viel Ruhe haben werde macht mir das alles gar nichts aus. Ich höre Musik und genieße die vorbeiziehende Lausitz in der Abendsonne. Ab Dresden strecke ich für die letzte Stunde mit dem einzig verbliebenen älteren Herrn die Füße bis Bad Schandau aus. Dort wartet die S-Bahn ein tschechischer Schienenbus mit Dieselmotor auf den nur noch 10 Minuten verspäteten EC und nimmt mich mit 12 weiteren Wanderern in Empfang. 2 Stationen und 10 Minuten später stehe ich auf einem kleine Bahnsteig und höre die Elbe plätschern. Ein schlecht beleuchtest Schild weißt auf einen Tunnel zur „Fähre und Grenze CR“ an dessen Ende nach ein paar Stufen direkt der Landungssteg beginnt. Der Fährmann sieht mich und kommt herüber. Die  BahnCard100 zählt hier nicht – aber er nimmt mich kostenfrei mit, da ich kein Bargeld habe, der nächste EC-Automat um diese Zeit unerreichbar in Bad Schandau liegt und ich glaubhaft versichern kann, dass meine Pension auf der anderen Seite liegt.

Nach einem herrlichen Wochenende im Nationalpark Sächsische Schweiz, fahre ich mit der Fähre wieder zur S-Bahn und ab Bad Schandau mit dem EC 174 (Budapest > Hamburg) wieder zurück nach Berlin. Auch das klappt nahezu ohne Verspätung. So macht die Bahn Spaß.

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